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Wie wählt man die richtigen Reifen für ein Elektrofahrzeug?

Sie haben mit Sicherheit die fortschreitende Elektrifizierung des Fahrzeugbestands bemerkt! Schätzungen zufolge werden bis 2050 nur noch Elektro- und Hybridfahrzeug auf unseren Straßen unterwegs sein. Als aufgeschlossener Autofahrer werden Sie sich vielleicht fragen, ob Sie Ihr E-Auto mit besonderen Reifen ausstatten müssen. Hier finden Sie wichtige Informationen für den Kauf geeigneter Reifen.

Die Reifen eines Elektrofahrzeugs sind einer hohen Belastung ausgesetzt

Es ist eine Tatsache, dass elektrisch betriebene Fahrzeuge Reifen unterschiedlich beanspruchen. Sie sind einem höheren und schnelleren Verschleiß ausgesetzt. Der Grund hierfür ist hinreichend bekannt: Das Gewicht der Batterie bewegt den Zeiger der Waage nach oben. Der Gewichtsunterschied zu einem vergleichbaren Verbrennermodell, also z. B. zwischen einem Peugeot 208 und einem e-208, liegt in der Regel bei rund 200 kg. Die direkte Folge: Mit der notwendigerweise höheren Bremskraft erhöht sich auch der Gummiabrieb.

Es wäre allerdings zu kurz gegriffen, sich auf diese Information zu beschränken. Um weitere Gründe für den stärkeren Gummiabrieb zu finden, müssen wir unsere Kenntnisse der Physik auffrischen:

  • Aufgrund der Position der Batterie liegt der Schwerpunkt tiefer als bei einem Verbrenner. Das führt zu einem erhöhten Reifendruck.
  • Ein Elektromotor liefert sein maximales Drehmoment, sobald Sie das Gaspedal treten. Anders gesagt ist das maximale Drehmoment bei einem Elektrofahrzeug schon im Stillstand verfügbar: Die stärkere Gewichtsverlagerung wird direkt auf die Reifen übertragen.

Beständigkeit und Haftung sind somit die beiden entscheidenden Parameter, die es beim Kauf zu beachten gilt. Hinzu kommen weitere Kriterien, die ebenfalls berücksichtigt werden sollten.

Der Rollwiderstand: Was ist das?

Hier hilft uns wieder die Physik: Um einen Gegenstand zu bewegen, benötigen wir Energie. Zwischen der Energie, die ein Gegenstand aufnimmt und der Energie, die ein Gegenstand in Form einer Bewegung wieder abgibt, geht aufgrund der Bodenreibung grundsätzlich Energie verloren. Dieses physikalische Phänomen bezeichnen wir als Rollwiderstand. Bei einem Fahrzeug entsteht der Rollwiderstand beim Abrollen der Reifen.

Gemeinsamkeit zwischen thermischen und elektrischen Fahrzeugen: Reifenhersteller bemühen sich seit jeher um eine Verringerung des Rollwiderstands ihrer Modelle. Im Fokus steht dabei ein geringerer Spritverbrauch… und eine höhere Reichweite. Dieses Thema wird langfristig aktuell bleiben, denn beim Kauf eines E-Autos steht die Frage nach der Strecke, die mit einer Batterieladung zurückgelegt werden kann, im Mittelpunkt.

Wenn die Reichweite Ihres Fahrzeugs für Sie von besonderer Bedeutung ist, sollten Sie unbedingt die technische Beschreibung lesen, um einen Reifen mit einem geringen Rollwiderstand zu wählen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel „Markierung der Autoreifen lesen“.

Still, der Motor läuft!

Wussten Sie, dass die Hauptursache der Geräuschentwicklung bei einem Elektrofahrzeug ... von den Reifen herrührt? Schluss mit dem Dröhnen unter der Motorhaube, denn bei einem Elektrofahrzeug überwiegen die Rollgeräusche.

Das bedeutet, dass die Wahl eines möglichst geräuscharmen Reifens ein weiteres Kaufkriterium sein sollte. Hersteller entwickeln Technologien zur Reduzierung der im Fahrzeuginnenraum wahrgenommenen Geräusche. Dies ergänzt ihre Bemühungen um eine optimale Reifenhaftung, einen geringeren Energieverbrauch und eine lange Nutzungsdauer der Reifen. Diese Kriterien lassen sich allerdings nicht ohne weiteres aufeinander abstimmen!

Daher sind es vielmehr Ihre Erwartungen, die einen guten Reifen definieren

Dabei ist die Wahl einer angemessenen Bereifung für E-Autos gar nicht so schwierig. Pneus Online hilft Ihnen bei der Wahl mit drei verschiedenen Beispielen, in denen Sie sich möglicherweise wiedererkennen:

Sie fahren häufig lange Strecken

Ihr Auto ist Ihr Büro und Ihr Wohnzimmer: Sie nutzen beispielsweise Ihren Volkswagen ID.4 oder Kia Niro für lange Strecken. Sie verbringen viel Zeit an Ladestationen und sind daher an einer hohen Reichweite interessiert: Sie sollten sich für die Reifenmodelle entscheiden, die spezifisch für Elektroautos entwickelt wurden. Die Anschaffungskosten für diese technisch anspruchsvollen Reifen sind relativ hoch. Das ist der Preis, den wir für den besten Kompromiss zwischen Haftung, Beständigkeit, Geräuschentwicklung und Energieoptimierung zahlen müssen.
Kurz gesagt, legen diese Reifen den Schwerpunkt auf Komfort und maximale Autonomie.

Wissenswertes:

Anstatt regelmäßig völlig neue Modelle zu entwickeln, haben sich einige Automobilzulieferer dazu entschlossen, vorhandene Reifenmodelle zu verbessern, um sie auf thermische, hybride oder elektrische Fahrzeuge montieren zu können. Profil und Gummi dieser Reifen sind entsprechend angepasst: Verringerte Profiltiefe, um den Rollwiderstand und Geräuschentwicklung zu beschränken, verstärkte Seitenwände für eine verbesserte Robustheit.
In diesem Sinne hat der Reifenhersteller Bridgestone die ENLITEN-Technologie entwickelt. Neben der Anpassbarkeit dieser Reifen an alle Fahrzeugtypen bietet diese Technologie eine erhebliche Verbesserung umweltgerechter Eigenschaften ohne Kompromisse bei der Leistung und der Sicherheit einzugehen. Diese Technologie wird schrittweise in alle neuen Produktprogramme der Marke eingeführt.

Tipp

Woran ist ein Reifen für ein Elektrofahrzeug erkennbar? Einige Hersteller verwenden das Kürzel „EV“ (für Electric Vehicle) in der Bezeichnung des Reifenmodells.

Die Wahl speziell für Elektrofahrzeuge entwickelter Reifen ist allerdings nicht verpflichtend vorgeschrieben. Je nach Verwendungszweck Ihres Autos können Sie durchaus auch andere Reifentypen verwenden.

Sie nutzen Ihr Fahrzeug nicht besonders häufig, und wenn, dann hauptsächlich im Stadtverkehr

In diesem Fall eignen sich „Öko“-Reifen, auch „grüne“ Reifen genannt. Reifenhersteller haben sie nicht speziell für Elektrofahrzeuge entwickelt, aber sie werden dem Wunsch nach einem wirtschaftlichen Reifen gerecht. Die etwas geringere Haftung der Gummimischung bewirkt eine erhöhte Lebensdauer und verringert gleichzeitig den Rollwiderstand und die Geräuschentwicklung. Wenn diese Reifen auch nicht wirklich kWh einsparen, um die Reichweite zu verbessern, so bieten sie dennoch eine Beständigkeit, die für Fahrer von E-Autos interessant ist.

Sie sollten allerdings vorzugsweise an Fahrzeugen mittlerer Leistung, wie z. B. das Stadtauto Dacia Spring, montiert werden, die für eine moderate Nutzung vorgesehen sind. Ihre Fahrleistung kann allerdings nicht mit Premium-Reifen oder speziell für Elektrofahrzeuge entwickelten Reifen mithalten.

Sie nutzen ein leistungsstarkes Modell (> 150 PS) als Mehrzweckfahrzeug

Die technischen Meisterleistungen bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen haben zu einer schrittweisen Steigerung der durchschnittlichen Leistung des Fahrzeugbestands geführt. Wenn Sie bereits ein leistungsstarkes Fahrzeug wie den Tesla Model 3 für alle Fahrten nutzen, dann sind klassische Premium-Reifen möglicherweise die richtige Wahl.

Mit Bezug auf den Geräuschpegel und die Reichweite liefern sie zwar nicht unbedingt die Leistung speziell für Elektrofahrzeuge entwickelter Reifen, bieten jedoch durchaus eine hohe Qualität und Homogenität. Für die Spurhaltung und Haftung optimiert, sind diese Reifen außerordentlich langlebig. Außerdem berücksichtigen sie die Qualitäten moderner, hoch entwickelter Fahrzeuggestelle.

Letzten Endes ist die Wahl des richtigen Reifens eine Frage des Profils.

UND IM WINTER?

Der Winter stellt elektrische, hybride und thermische Fahrzeugen vor die gleichen Herausforderungen! Sobald die Temperaturen unter 7 °C sinken, verlängert sich der Bremsweg, vor allem bei besonders schweren Fahrzeugen. Wie bei einem thermischen Fahrzeug müssen jetzt auch bei einem E-Auto Winterreifen aufgezogen werden, die einen normalen Bremsweg gewährleisten.

Mehr über das Ende der Nutzungsdauer eines Reifens erfahren Sie in unserem Artikel Reifen-Recycling: Eine Herausforderung für uns alle.